Primarschullehrerin bei der Tankrevision

Für die Projektarbeit «ausserschulische Erfahrungen» habe ich mich dazu entschieden, einen Tag in einem handwerklichen Betrieb Luft zu schnuppern und neue Erfahrungen zu sammeln. Ich habe die Chance erhalten, dies bei der Kempf Tank-Service AG zu tun. Herzlichen Dank dafür!

Im Klassenzimmer ist die Struktur klar. Ich als Lehrperson begrüsse die Kinder um 08:20 Uhr und wir singen gemeinsam, die Kinder lesen, schreiben, rechnen, spielen. Ich begleite sie, bin die Taktangeberin, kenne den Ablauf und fühle mich wohl in meiner Position.

Bei meinem eintägigen «Ausflug» zur Tankrevision lief das etwas ungemütlicher ab. Bereits um 07:00 Uhr früh geht es los zum ersten Kunden. Wir fahren mit einem grossen Mercedesbus, der ausgerüstet ist für die Tankrevision. Mein Begleiter, oder wohl eher mein Chef für den Tag heisst Richard Kempf und ist nicht so müde wie ich. Trotzdem freue ich mich wie ein Kind auf die Schulreise, das nicht weiss, was es erwartet.

Beim Kunden angekommen, begrüsst uns dieser und zeigt uns den Tank. Er befindet sich in einem Tankraum im Keller, die Öffnung ist nicht gross, reiche aber für uns, meint Richard und stellt mir eine Leiter hin. Ich bin mir sicher, wäre er alleine gewesen, hätte er sie nicht aufgestellt. Enger wird die Tanköffnung. Das ist ein Loch, durch das man hineinsteigen muss um den Tank zu reinigen. Ich packe gleich mit an und mache was mir mein Chef beauftragt. Wir legen Abdecker aus, damit wir die Wohnung nicht beschmutzen. Ich trage Schläuche, Stiefel, Putzlappen und eine Wanne für die Pumpe. Ich schwitze bereits jetzt in meinem Übergewand. Die Kundin, chic gekleidet, trinkt Kaffee. Wir machen keine Pause. Es geht gleich weiter: Öl abpumpen, Tank reinigen, schleifen, streichen. Ich packe mit an und steige auch in den Tank. Es macht Spass, nicht zur zuzuschauen. Während ich ¼ des Tanks mit dem Lappen putze, schafft Richi ¾ des Tanks. Die Luft ist nicht gerade frisch, es stinkt nach Öl, ich halte es aber gut aus. Man gewöhnt sich schnell an den Geruch. Am Mittag essen wir gemeinsam, tanken Energie für den Nachmittag. Ich stelle mir vor, wie kühl es im Büro sein muss. Keine Zeit nachzudenken, es geht gleich weiter zur nächsten Anlage. Diese Arbeit läuft ähnlich ab, viel laufen, klettern, putzen und schwitzen.

Um 16:30 Uhr zurück im Betrieb angekommen heisst es Anhänger abhängen, Öl und Schlamm entsorgen und Rapport abgeben. Dann wird noch für den nächsten Tag vorbereitet. Ich bin ziemlich geschafft. Was ein Tag. Was ein anspruchsvoller Beruf. Eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich gehe nach Hause wie ein Kind nach der Schulreise: müde aber sehr glücklich. J.S.

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